NUR DER SVE!

SVE- Rückkehrer Rico Büttner im Vereinsinterview!

Rodger Ludewig, 10.08.2021

SVE- Rückkehrer Rico Büttner im Vereinsinterview!

Geführt von Frank- Peter Warnat

 

 

 

 

 

 

 

1.) Hallo Rico, Willkommen zurück an der „Zippelsruh“, hast du die fußballfreie Zeit gut überstanden?

Es gab schon einige schwieriger Phasen während des Lockdowns. Besonders dieses Jahr im Januar, da hatte ich einen persönlichen Tiefpunkt erreicht. Wir waren ja über lange Phasen zum „Nichtstun“ verurteilt. Das war nicht immer leicht. Die körperliche Verfassung hat darunter stark gelitten. Aus diesem Grund ist es umso wichtiger die Kondition kontinuierlich zu verbessern. Umso glücklicher bin ich jetzt, dass wir wieder gemeinsam dem Fußballspielen und auch allen anderen Freizeitaktivitäten zusammen mit unseren Freunden nachgehen können.

 

2.) Bereits 2018/2019 hast du das Blau-Weiße Trikot unseres SVE´s getragen, wie kam es zu der Rückkehr?

Ich habe seit meinem Abgang 2019 beim SVE, kein Pflichtspiel mehr gespielt. Im Oktober 2020 habe ich einige Trainingseinheiten beim VfR Bad Lobenstein absolviert. Danach kam dann der lange Lockdown. Als dann vor einigen Wochen das Angebot vom SVE kam, dort wieder ein Teil der Mannschaft zu werden, musste ich nicht lange überlegen. Die guten Erinnerungen an die Saison 2018/2019 und das familiäre Umfeld beim SVE haben dazu beigetragen wieder das Blau-Weiße Trikot überzustreifen. Ich freue mich auf eine tolle Saison 2021/2022 mit allen Wegbegleitern, Spielern und Unterstützern des Vereins. Ich bin davon überzeugt, dass wir eine gute Saison spielen können, wenn wir alle an einem Strang ziehen.

 

3.) 1. Spiel – 1. Bude! So kann es weitergehen, oder?

Es war ein überwältigendes Gefühl wieder ein Tor für den SVE zu erzielen. Ich habe mich unheimlich darüber gefreut. Natürlich dürfen im Laufe der Saison noch einige Tore dazukommen. Am wichtigsten ist jedoch der Erfolg der Mannschaft und des gesamten Vereins. Diese sportlichen Ziele stelle ich über meine eigenen.

 

4.) Auf welcher Position siehst du dich in Zukunft?

Ich habe ja bereits 2019 im rechten Mittelfeld gespielt. Auf dieser Position sehe ich mich in Zukunft auch. Da ich gelernter rechter Verteidiger bin, fühle ich mich auch auf dieser Position zu Hause. Ich kann mich mit beiden Positionen anfreunden und spiele immer da wo die Mannschaft mich braucht.

 

5.) Trotz deines jungen Alters kamst du schon ganz schön rum, erzähl mal!

Ich war von August bis Dezember 2015 im Auslandssemester in Finnland. Die Zeit in Finnland hat mich unglaublich geprägt. Ich habe dort viele schöne Momente erlebt und bin mit verschiedenen Kulturen zusammengekommen. Mein Zimmernachbar kam aus Nepal und mein anderer Mitbewohner aus Russland. Ich werde irgendwann nochmal für einen Winterurlaub in den Norden Finnlands (nach Lappland) zurückkehren. Die Momente, welche ich während dieser Zeit erlebt habe, werde ich nie vergessen und bleiben mir für immer in Erinnerung. Dazu gehört zum Beispiel ein Spiel der 1. finnischen Liga, welches ich mir mit einem Kumpel in Rovaniemi am Polarkreis angeschaut habe. Die Begegnung mit Rentieren in freier Wildbahn war ein weiterer toller Moment und natürlich die Saunakultur, welche in Finnland wahrscheinlich ausgeprägter ist als in jedem anderen Land der Welt. Vom 1. Februar 2020 bis zum 13. April 2020 war ich in Australien, um dort eine Bekannte zu besuchen. Auf dem Weg dorthin habe ich noch einen kleinen Zwischenstopp in Bali eingelegt, weil mein Flugzeug ein technisches Problem hatte und sich dadurch unser Flug um 1,5 Tage verzögerte. Wir wurden dann mit dem Bus in ein Hotel gebracht und konnten dort für einen Tag kostenlos wohnen. Nach Indonesien und speziell nach Bali möchte ich irgendwann auf jeden Fall auch nochmal reisen, um das Land noch besser kennenzulernen. In Australien angekommen, hatte ich die ersten Tage mit einem Jetlag zu kämpfen. Ich habe den Regenwald besucht, habe für 2 Wochen auf einer tropischen Insel gelebt und war für 2 Wochen auf einer Farm mit Krokodilen, Schlangen, Kängurus und anderen exotischen Tieren. Was mich am meisten an Australien beeindruckt hat, sind die Menschen. Die Leute dort sind nicht so hektisch wie viele Deutsche und nehmen sich selbst nicht so ernst. Außerdem gibt es in der Arbeitswelt deutlich weniger Stress, was auch an dem Lebensgefühl der Australier selbst liegt. Die Arbeit wird dort auch erledigt, jedoch auf eine andere Art und Weise. Außerdem sind Australier sehr gesprächig und offen. Das bedeutet man wird in jeglichen Situationen angesprochen und hält einen kleinen Plausch. Das kannte ich so von Deutschland her nicht, dass man häufig von Fremden auf der Straße angesprochen wird. Diese Einstellung hat mir unglaublich gut gefallen. Die Leute in Australien sind grundsätzlich viel zufriedener und beschweren sich nicht über alles und jeden. Ich habe auch einige deutsche Auswanderer getroffen, diese Menschen sind aus den eben genannten Gründen nach Australien ausgewandert. Das Tauchen am Great Barrier Reef und das Surfen in Agnes Water waren zwei weitere Highlights. Außerdem war ich in Sydney, von wo ich auch wieder über Doha (Katar) nach Hause geflogen bin. Die Zeit in Australien war unbeschreiblich geil und ich werde auch irgendwann dorthin zurückkehren, um alle Orte anzuschauen, welche ich bei meiner ersten Reise nicht gesehen habe. Zum Beispiel das Outback, die Whitsunday Islands und Fraser Island. Ich kann jedem empfehlen sich irgendwann in seinem Leben dieses wundervolle Land anzuschauen.

6.) Worin liegt der Unterschied zwischen dem australischen Fußball und unserem?

Der Fußball in Australien ähnelt dem auf der Insel (in Großbritannien). Der Fußball wird sehr körperlich gespielt und man muss sehr robust sein. Die Spieler in meiner Mannschaft kamen aus England, Frankreich, Argentinien und vielen anderen Ländern. Die kulturelle Vielfalt im Land spiegelt sich auch in der Zusammenstellung der Teams wieder. Mein Trainer hieß Bob und von ihm konnte ich mir einige Dinge abschauen, welche ich später als Trainer in meine Trainingseinheiten einbauen werde. Das Wetter dort war ebenfalls eine große Herausforderung. Es war abends 19:00 Uhr noch 30°C heiß und es gab eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit, was die ganze Sache nicht gerade leichter gemacht hat.

7.) Du bist auch im Besitz der Trainer B-Lizenz, hast du diesbezüglich Ambitionen?

Die Arbeit als Bambini Trainer macht mir weiterhin viel Spaß. Ich sehe mich eher im Juniorenbereich als im Männerbereich, obwohl ich auch das nicht vollkommen ausschließen möchte. Langfristig gesehen möchte ich eine Juniorenmannschaft von den C-Junioren aufwärts trainieren, um meine erlernten Fähigkeiten, speziell auf dem Großfeld, noch besser nutzen zu können. Ich finde ich es sehr wichtig sich immer wieder mit anderen Trainern und sachkundigen Fußballverstehern auszutauschen, um neue Trainingsansätze zu finden und dadurch das Training weiterzuentwickeln. Ich denke es gibt nicht das Non plus ultra, sondern es ist immer ein Mix aus den verschiedenen Trainingsmethoden und Übungen, welche man nutzen kann. Ich sage immer, jeder Mensch wächst mit seinen Aufgaben. Man weis nie was die Zukunft bringt. Das habe ich in den letzten 2 Jahren immer wieder gemerkt. Man muss das Leben so nehmen wie es kommt und immer positiv in die Zukunft blicken.

Rico, wir wünschen dir viel Erfolg in deinem alten/neuen Verein und freuen uns das du wieder da bist!

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